Mittwoch, 9. Mai 2007
der Versuch, ökologisch zu reisen II
die Antwort von Britrail gestern war ja nicht sehr erhellend, aber dann habe ich mich eben erneut auf Recherche begeben. Petra schickte mir diesen nützlichen Link: http://www.railpassenger.info mit Infos quer durch Europa (danke!). Letztlich landete ich aber wieder auf der gleichen Seite: http://www.nationalrail.co.uk/passenger_services/cyclists.htm

Interessant, beantwortete meine Frage aber auch nicht. Kurzentschlossen rief ich die Telefonnummer für National Rail Enquiries an. 12 Cent/Minute + Billigvorwahl (die endgültigen Kosten werde ich noch nachtragen). Ich hatte dann ein ca. zwanzigminütiges Gespräch, bei dem mein Gesprächspartner einiges recherchierte. Nun, ich habe jetzt weitere Nummern, bei denen ich den Schlafwagenplatz + das Rad reservieren lassen kann. Es gibt Apex-Tickets, welche ich aber erst ab dem 18.5. bestellen kann. Das geht anscheinend mit Visa-Karte. (Wie Leute ohne VisaCard das machen, wäre sicherlich eine interessante Frage). Ein Ticket (für Schlafwagen, das Rad kostet nichts) kostet 70 Pfund. Wäre ich noch Studentin, könnte ich eventuell noch eine RailCard kaufen und käme noch etwas billiger hin.

Bleibt noch die Fahrt durch London, aber auch zu dieser Information habe ich eine Telefonnummer und werde in den nächsten Tagen dann mal bei der Londoner Verkehrsauskunft antelefonieren.

Immerhin bin ich vor zehn Jahren schon mal in Begleitung zweier etwas komplizierter deutscher Radtouristen im Tube gewesen: rush hour, überfüllte Züge, wir mit bepackten Rädern mitten drin und dann warn wir noch im falschen Zug und fuhren bis nach Gatwick und wie ich mit dem einen ausstieg, hatten wir noch den Kumpel verloren. Frau, glaub bloß nie Männern unter 30. Die erzählen dir mit größtem Selbstbewusstsein Dinge, von denen sie überhaupt keine Ahnung haben .... damals wär ich besser gleich durch die Stadt geradelt.

Aber das war eine andere Geschichte. Ich werde weiter berichten.

Ob ich die Rückreise einfach mal offen lassen soll??

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Dienstag, 8. Mai 2007
der Versuch, ökologisch zu reisen
Also, nachdem das Thema Flugreisen im weiteren Bekanntenkreis gerade heiß diskutiert wird, habe ich mir überlegt, die Rückreise nur mit Schiff und Bahn zu bestreiten (oder vielleicht noch in einem Auto mitzufahren) - sofern es denn möglich ist.

Vorerst versuche ich herauszubekommen, ob und wie ich mit dem Fahrrad a. mit dem Nachtzug von Stansted bzw. London Euston nach Inverness und b. durch Londons U-Bahn-Netz komme. b. ist weniger wichtig, denn zur Not würde ich die 7-8 km durch London halt fahren; schlimmer als Paris, Wien, Budapest, Warschau, Rom, Prag, Dublin und Berlin kann es ja wohl nicht sein.*

Gestern habe ich deshalb an BritRail geschrieben:

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Dear Sir or Madam, my request might be a complicated one, as I will take my bicycle with me. I would like to travel from Stansted Airport, where I arrive in the afternoon of 18/7, to Inverness. Sleeper would be fine. Are there any reductions, eg. a RailCard? I will go by ferry to Iceland (already booked) and come back from Iceland to Scotland on about August 20. Can I take my bicycle on the London underground? Thank you very much for your assistance. Yours faithfully,

Antwort:
Hi,
To get more info on traveling with a bike, please refer to www.natioanlrail.co.uk
Best Regards!

-- Na, dann wollen wir mal sehen ....

*Am schlimmsten war Prag 1994 als die Straßen noch Ost, aber die Outos schon West waren.

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Sonntag, 6. Mai 2007
Wie ökologisch ist meine Reise?
Als Mensch mit ökologischem Anspruch habe ich mir natürlich einige Gedanken zu der Klimabelastung, die durch meine Reise entsteht, gemacht. Prinzipiell lehne ich es ab, irgendwohin aus purem Vergnügen zu fliegen. Lieber 10 Stunden im Zug sitzen als 5 Std. mit dem Flugzeug unterwegs zu sein - und da rechne ich auch noch die nervigen Anfahrten und das Warten mit - Fliegen ist für mich Stress; dauernd muss man den Ort wechseln und dann die vielen Kontrollen, das Rad ummontieren, hinterher Reifen aufpumpen, alles wieder herrichten, immer die Angst, irgendetwas könnte unterwegs hängen bleiben oder beim Transport beschädigt werden ... Bislang habe ich mein Rad schon zweimal während einer Flugreise "verloren" (einmal als ich beruflich nach Kalifornien ging, einmal auf dem Rückflug nach Altenburg, wo es beim Ausladen vergessen wurde und zurück nach Stansted flog) - das passiert mir mit der Bahn nicht. Kurzum: die Bahn hat meine klare Priorität.

Das Problem ist allerdings, dass man es an einem Tag nicht schafft, mit dem Rad per Zug von Erfurt nach England zu kommen. Als ich noch in Münster wohnte, habe ich es mal in 12 Stunden über Enschede und Amsterdam nach Harwich geschafft. War ok, aber von Erfurt aus geht es einfach nicht.

Ich hätte auch per Zug nach Berlin reisen und von dort direkt nach Island fliegen können - es soll aber England/Schottland sein, 1. weil ich doch einmal von Inverness hoch nach Norden möchte, 2. spekuliere ich darauf, dass ich auf der Rückreise durch England noch Halbdienstliches erledigen kann und habe dann sogar einmal Hin- und Herfliegen gespart.
Gerne würde ich mit der Fähre von Aberdeen nach Rotterdam fahren, aber dann würde wieder die Zugfahrt mit dem Rad 1-2 Tage dauern. Das geht also leider nicht.

Ich habe mich bislang klar dagegen entschieden, irgendwie noch einen Kurzstreckenflug nach Inverness zu buchen und werde stattdessen in einer ca. 10 Stunden langen Bahnfahrt dorthin fahren - sofern ich mein Rad mitnehmen kann, sonst in zwei Etappen mit Übernachtung.

Natürlich könnte man auch sagen, das Ökologischste wäre es, gleich ganz zu Hause zu bleiben. Tja, dann würde ich langsam aber sicher verfetten und einrosten und irgendwann eine Menge Gesundheitskosten verursachen.

Island soll es sein, weil mich die Geothermie interessiert (eine faszinierende Art der Energiegewinnung) und ich außerdem schon als Schülerin mit Begeisterung die Edda (d.h. eine Übersetzung) gelesen habe. Außerdem: "Eine Frau muss tun, was eine Frau tun muss." Einmal im Leben muss es halt Island sein. In den nächsten beiden Sommern werde ich nur kurze Radtouren machen können, die nicht so viel Organisationsaufwand erfordern.

Vielleicht kann ich meine Umgebung vor, während und nach der Reise mit den Gedanken umweltfreundlicher Energiegewinnung begeistern.

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