Sonntag, 6. Mai 2007
Wie ökologisch ist meine Reise?
Als Mensch mit ökologischem Anspruch habe ich mir natürlich einige Gedanken zu der Klimabelastung, die durch meine Reise entsteht, gemacht. Prinzipiell lehne ich es ab, irgendwohin aus purem Vergnügen zu fliegen. Lieber 10 Stunden im Zug sitzen als 5 Std. mit dem Flugzeug unterwegs zu sein - und da rechne ich auch noch die nervigen Anfahrten und das Warten mit - Fliegen ist für mich Stress; dauernd muss man den Ort wechseln und dann die vielen Kontrollen, das Rad ummontieren, hinterher Reifen aufpumpen, alles wieder herrichten, immer die Angst, irgendetwas könnte unterwegs hängen bleiben oder beim Transport beschädigt werden ... Bislang habe ich mein Rad schon zweimal während einer Flugreise "verloren" (einmal als ich beruflich nach Kalifornien ging, einmal auf dem Rückflug nach Altenburg, wo es beim Ausladen vergessen wurde und zurück nach Stansted flog) - das passiert mir mit der Bahn nicht. Kurzum: die Bahn hat meine klare Priorität.

Das Problem ist allerdings, dass man es an einem Tag nicht schafft, mit dem Rad per Zug von Erfurt nach England zu kommen. Als ich noch in Münster wohnte, habe ich es mal in 12 Stunden über Enschede und Amsterdam nach Harwich geschafft. War ok, aber von Erfurt aus geht es einfach nicht.

Ich hätte auch per Zug nach Berlin reisen und von dort direkt nach Island fliegen können - es soll aber England/Schottland sein, 1. weil ich doch einmal von Inverness hoch nach Norden möchte, 2. spekuliere ich darauf, dass ich auf der Rückreise durch England noch Halbdienstliches erledigen kann und habe dann sogar einmal Hin- und Herfliegen gespart.
Gerne würde ich mit der Fähre von Aberdeen nach Rotterdam fahren, aber dann würde wieder die Zugfahrt mit dem Rad 1-2 Tage dauern. Das geht also leider nicht.

Ich habe mich bislang klar dagegen entschieden, irgendwie noch einen Kurzstreckenflug nach Inverness zu buchen und werde stattdessen in einer ca. 10 Stunden langen Bahnfahrt dorthin fahren - sofern ich mein Rad mitnehmen kann, sonst in zwei Etappen mit Übernachtung.

Natürlich könnte man auch sagen, das Ökologischste wäre es, gleich ganz zu Hause zu bleiben. Tja, dann würde ich langsam aber sicher verfetten und einrosten und irgendwann eine Menge Gesundheitskosten verursachen.

Island soll es sein, weil mich die Geothermie interessiert (eine faszinierende Art der Energiegewinnung) und ich außerdem schon als Schülerin mit Begeisterung die Edda (d.h. eine Übersetzung) gelesen habe. Außerdem: "Eine Frau muss tun, was eine Frau tun muss." Einmal im Leben muss es halt Island sein. In den nächsten beiden Sommern werde ich nur kurze Radtouren machen können, die nicht so viel Organisationsaufwand erfordern.

Vielleicht kann ich meine Umgebung vor, während und nach der Reise mit den Gedanken umweltfreundlicher Energiegewinnung begeistern.

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