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Samstag, 12. Mai 2007
Mit dem Fahrrad durch London
islandperrad2007, 00:16h
Ich habe heute abend mal wieder ein bisschen telefoniert. Zuerst mit "one", der Bahngesellschaft, die mich von Stansted nach London bringen soll, dann noch mit "Transport for London" (http://www.tfl.gov.uk/) wegen der U-Bahn.
Zunächst erschienen sämtliche GesprächspartnerInnen überfordert, fingen sich aber schnell wieder. Im Stansted Express nach London dürfen keine Räder mitgenommen werden. Ich müsste also nach Stratford fahren - Stratford in London. Es gibt eine stündliche direkte Verbindung dorthin und ich hoffe sehr, dass diese Angabe auch stimmt. Dass man keine Räder in den Express mitnehmen darf, ist "for safety reasons". Ok.
Der freundliche Mensch bei Transport for London checkte erstmal gegen, ob das mit Stratford überhaupt stimmen würde - ich denke, das mache ich in zwei Tagen auch nochmal, denn in England habe ich schon derart unterschiedliche Auskünfte bekommen, dass das einfach sicherer ist. Dann erklärte er mir, dass die Radmitnahme von 16.00 bis 19.00 Uhr verboten ist. Auch er wirkte anfangs etwas überfordert, sagte, so eine Anfrage hätte er schon seit Jahren(!) nicht mehr gehabt. Er zeigte mir dann aber per Telefon eine tolle Internetseite, die mir Radrouten ausgibt: http://journeyplanner.tfl.gov.uk/user/XSLT_TRIP_REQUEST2?language=en&ptOptionsActive=1
Demnach würde es per Rad 42 Min (für 12km) von Stratford bis Euston brauchen. Die Verbindung mit der Untergrundbahn wäre übrigens auch nicht schneller.
Ich habe mir nun eine elfseitige detaillierte Radroutenbeschreibung ausgedruckt, welche ich begeistert studiere. Vielleicht wird das nicht die beste Gegend sein, durch die ich radle, aber tagsüber wird es sicher gehen, ist ja nicht Oakland.
Ich liebe das Abenteuer, bin aber echt froh, dass ich dann nicht noch jemanden im Schlepptau haben werde.
Zunächst erschienen sämtliche GesprächspartnerInnen überfordert, fingen sich aber schnell wieder. Im Stansted Express nach London dürfen keine Räder mitgenommen werden. Ich müsste also nach Stratford fahren - Stratford in London. Es gibt eine stündliche direkte Verbindung dorthin und ich hoffe sehr, dass diese Angabe auch stimmt. Dass man keine Räder in den Express mitnehmen darf, ist "for safety reasons". Ok.
Der freundliche Mensch bei Transport for London checkte erstmal gegen, ob das mit Stratford überhaupt stimmen würde - ich denke, das mache ich in zwei Tagen auch nochmal, denn in England habe ich schon derart unterschiedliche Auskünfte bekommen, dass das einfach sicherer ist. Dann erklärte er mir, dass die Radmitnahme von 16.00 bis 19.00 Uhr verboten ist. Auch er wirkte anfangs etwas überfordert, sagte, so eine Anfrage hätte er schon seit Jahren(!) nicht mehr gehabt. Er zeigte mir dann aber per Telefon eine tolle Internetseite, die mir Radrouten ausgibt: http://journeyplanner.tfl.gov.uk/user/XSLT_TRIP_REQUEST2?language=en&ptOptionsActive=1
Demnach würde es per Rad 42 Min (für 12km) von Stratford bis Euston brauchen. Die Verbindung mit der Untergrundbahn wäre übrigens auch nicht schneller.
Ich habe mir nun eine elfseitige detaillierte Radroutenbeschreibung ausgedruckt, welche ich begeistert studiere. Vielleicht wird das nicht die beste Gegend sein, durch die ich radle, aber tagsüber wird es sicher gehen, ist ja nicht Oakland.
Ich liebe das Abenteuer, bin aber echt froh, dass ich dann nicht noch jemanden im Schlepptau haben werde.
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Männer und Radreisen - ein Paradoxon?
islandperrad2007, 21:25h
Ich habe schon lange nicht mehr derart unqualifizierte Beiträge gelesen wie in dem neuen Frauen-Thread von rad-forum.de.* Wenn ich mich nach den dort Herr-schenden Klischees ausrichten würde, würde ich mir Radreisen auch nicht zutrauen.
Dabei war es nach meiner Erfahrung oft anders herum. Meine Partner entpuppten sich auf Radtouren oft als Weicheier sondergleichen. Sicher, was das Fahren betrifft, hängten sie mich oft ab. Aber sobald mal eine etwas schwierigere Situation kam, verloren sie Lust und Nerven. Ansonsten gab es viel Besserwisserei und "Expertentum", das dann häufig von der Realität widerlegt wurde - was die Jungs dann derart frustrierte, dass sie die Lust an Radtouren verloren.
Nur mit einem einzigen Partner hat es bislang geklappt und dieser war schon einmal allein von Deutschland nach Ägypten geradelt, also ein erfahrener Tourenradler. Ich würde sagen, dass eine "durchschnittliche" Frau eine weitaus tauglichere Begleiterin ist als ein "durchschnittlicher" Mann.
Und was das Reparieren betrifft, erinnere ich mich gern an den kleinen Jungen, der stehen blieb und mir zusah, wie ich geübt einen Platten flickte. Und dann sagte er: "Mädchen können keine Räder reparieren." Das wusste er als etwa Sechsjähriger schon, war aber immerhin für meine Einwände empfänglich. Trotzdem erschreckend.
*Natürlich meine ich damit nur jene Beiträge, die die Frauen-Klischees bedienen ...
Dabei war es nach meiner Erfahrung oft anders herum. Meine Partner entpuppten sich auf Radtouren oft als Weicheier sondergleichen. Sicher, was das Fahren betrifft, hängten sie mich oft ab. Aber sobald mal eine etwas schwierigere Situation kam, verloren sie Lust und Nerven. Ansonsten gab es viel Besserwisserei und "Expertentum", das dann häufig von der Realität widerlegt wurde - was die Jungs dann derart frustrierte, dass sie die Lust an Radtouren verloren.
Nur mit einem einzigen Partner hat es bislang geklappt und dieser war schon einmal allein von Deutschland nach Ägypten geradelt, also ein erfahrener Tourenradler. Ich würde sagen, dass eine "durchschnittliche" Frau eine weitaus tauglichere Begleiterin ist als ein "durchschnittlicher" Mann.
Und was das Reparieren betrifft, erinnere ich mich gern an den kleinen Jungen, der stehen blieb und mir zusah, wie ich geübt einen Platten flickte. Und dann sagte er: "Mädchen können keine Räder reparieren." Das wusste er als etwa Sechsjähriger schon, war aber immerhin für meine Einwände empfänglich. Trotzdem erschreckend.
*Natürlich meine ich damit nur jene Beiträge, die die Frauen-Klischees bedienen ...
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Gay Pride in Reykjavik
islandperrad2007, 19:23h
Ich höre gerade ein Lied von Bronski Beat, google nach dem Text und was finde ich?
Konzert von Jimmy Somerville:
10/11.08. Reykjavik Pride, Iceland
Ich lach mich schäps, klar da gehe ich dann hin. Nach 14 Tagen Radfahren, windzerzaust, regendurchnässt und furterprobt ein bisschen schwule Luft schnappen, ist Kontrastprogramm. Ohje, und auf dem Zeltplatz kommt frau da bestimmt nicht zum Schlafen.
Konzert von Jimmy Somerville:
10/11.08. Reykjavik Pride, Iceland
Ich lach mich schäps, klar da gehe ich dann hin. Nach 14 Tagen Radfahren, windzerzaust, regendurchnässt und furterprobt ein bisschen schwule Luft schnappen, ist Kontrastprogramm. Ohje, und auf dem Zeltplatz kommt frau da bestimmt nicht zum Schlafen.
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Donnerstag, 10. Mai 2007
Allgemeinwissen über Fahrradmitnahme in der Bahn in GB
islandperrad2007, 23:07h
Dear Ms ,
Thank you for contacting Transport Direct through the contact us facility regarding carriage of a bicycle on trains between StanstedAirport and Inverness.
Carriage of bicycles on trains in the UK is at the disgression of individual train operators, so you would need to check the terms and conditions for each operator for your journey. In the case of your journey between Stansted and Inverness the train operating companies are One Railway and First Scotrail.
To find this information on Transport Direct, plan your journey either using the “find a train” facility or the door-to-door planner and once the journey results appear click on the journey selection which is appropriate for your needs. You should then click the "details" button where you can see a full journey itinerary. Click the hyperlinks for each train operator and you will be directed to a page which lists their terms and conditions including carriage of bicycles.
I hope this is helpful
Yours sincerely
Das wusste ich beim Schreiben meiner Anfrage auch schon. Es ist aber interessant zu wissen, dass man (soweit ich sehen und auf meinen Reisen der letzten Jahre auch erfahren konnte) in ganz GB einfach spontan ein Rad in den Zug stellen kann, sofern noch Platz ist. Bei London und anderen Ballungsgebieten bin ich allerdings unsicher - kann sein, dass Radmitnahme zu den Stoßzeiten verboten ist ... Fortsetzung folgt ...
P.S. eigentlich müsste es doch discretion statt disgression heißen? Also, ich muss dem Mann nochmal schreiben!
Thank you for contacting Transport Direct through the contact us facility regarding carriage of a bicycle on trains between StanstedAirport and Inverness.
Carriage of bicycles on trains in the UK is at the disgression of individual train operators, so you would need to check the terms and conditions for each operator for your journey. In the case of your journey between Stansted and Inverness the train operating companies are One Railway and First Scotrail.
To find this information on Transport Direct, plan your journey either using the “find a train” facility or the door-to-door planner and once the journey results appear click on the journey selection which is appropriate for your needs. You should then click the "details" button where you can see a full journey itinerary. Click the hyperlinks for each train operator and you will be directed to a page which lists their terms and conditions including carriage of bicycles.
I hope this is helpful
Yours sincerely
Das wusste ich beim Schreiben meiner Anfrage auch schon. Es ist aber interessant zu wissen, dass man (soweit ich sehen und auf meinen Reisen der letzten Jahre auch erfahren konnte) in ganz GB einfach spontan ein Rad in den Zug stellen kann, sofern noch Platz ist. Bei London und anderen Ballungsgebieten bin ich allerdings unsicher - kann sein, dass Radmitnahme zu den Stoßzeiten verboten ist ... Fortsetzung folgt ...
P.S. eigentlich müsste es doch discretion statt disgression heißen? Also, ich muss dem Mann nochmal schreiben!
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ein bisschen Musik
islandperrad2007, 02:05h
Hartmut sagte, er würde täglich etwas in seinen Blog schreiben. Also, ich schaffe das nicht. Aber hier ist ein bisschen Musik: http://www.youtube.com/watch?v=fmMSEPdz0TU - hat mir sehr gut gefallen, ich hab es im März in Erfurt live erlebt.
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Mittwoch, 9. Mai 2007
der Versuch, ökologisch zu reisen II
islandperrad2007, 00:10h
die Antwort von Britrail gestern war ja nicht sehr erhellend, aber dann habe ich mich eben erneut auf Recherche begeben. Petra schickte mir diesen nützlichen Link: http://www.railpassenger.info mit Infos quer durch Europa (danke!). Letztlich landete ich aber wieder auf der gleichen Seite: http://www.nationalrail.co.uk/passenger_services/cyclists.htm
Interessant, beantwortete meine Frage aber auch nicht. Kurzentschlossen rief ich die Telefonnummer für National Rail Enquiries an. 12 Cent/Minute + Billigvorwahl (die endgültigen Kosten werde ich noch nachtragen). Ich hatte dann ein ca. zwanzigminütiges Gespräch, bei dem mein Gesprächspartner einiges recherchierte. Nun, ich habe jetzt weitere Nummern, bei denen ich den Schlafwagenplatz + das Rad reservieren lassen kann. Es gibt Apex-Tickets, welche ich aber erst ab dem 18.5. bestellen kann. Das geht anscheinend mit Visa-Karte. (Wie Leute ohne VisaCard das machen, wäre sicherlich eine interessante Frage). Ein Ticket (für Schlafwagen, das Rad kostet nichts) kostet 70 Pfund. Wäre ich noch Studentin, könnte ich eventuell noch eine RailCard kaufen und käme noch etwas billiger hin.
Bleibt noch die Fahrt durch London, aber auch zu dieser Information habe ich eine Telefonnummer und werde in den nächsten Tagen dann mal bei der Londoner Verkehrsauskunft antelefonieren.
Immerhin bin ich vor zehn Jahren schon mal in Begleitung zweier etwas komplizierter deutscher Radtouristen im Tube gewesen: rush hour, überfüllte Züge, wir mit bepackten Rädern mitten drin und dann warn wir noch im falschen Zug und fuhren bis nach Gatwick und wie ich mit dem einen ausstieg, hatten wir noch den Kumpel verloren. Frau, glaub bloß nie Männern unter 30. Die erzählen dir mit größtem Selbstbewusstsein Dinge, von denen sie überhaupt keine Ahnung haben .... damals wär ich besser gleich durch die Stadt geradelt.
Aber das war eine andere Geschichte. Ich werde weiter berichten.
Ob ich die Rückreise einfach mal offen lassen soll??
Interessant, beantwortete meine Frage aber auch nicht. Kurzentschlossen rief ich die Telefonnummer für National Rail Enquiries an. 12 Cent/Minute + Billigvorwahl (die endgültigen Kosten werde ich noch nachtragen). Ich hatte dann ein ca. zwanzigminütiges Gespräch, bei dem mein Gesprächspartner einiges recherchierte. Nun, ich habe jetzt weitere Nummern, bei denen ich den Schlafwagenplatz + das Rad reservieren lassen kann. Es gibt Apex-Tickets, welche ich aber erst ab dem 18.5. bestellen kann. Das geht anscheinend mit Visa-Karte. (Wie Leute ohne VisaCard das machen, wäre sicherlich eine interessante Frage). Ein Ticket (für Schlafwagen, das Rad kostet nichts) kostet 70 Pfund. Wäre ich noch Studentin, könnte ich eventuell noch eine RailCard kaufen und käme noch etwas billiger hin.
Bleibt noch die Fahrt durch London, aber auch zu dieser Information habe ich eine Telefonnummer und werde in den nächsten Tagen dann mal bei der Londoner Verkehrsauskunft antelefonieren.
Immerhin bin ich vor zehn Jahren schon mal in Begleitung zweier etwas komplizierter deutscher Radtouristen im Tube gewesen: rush hour, überfüllte Züge, wir mit bepackten Rädern mitten drin und dann warn wir noch im falschen Zug und fuhren bis nach Gatwick und wie ich mit dem einen ausstieg, hatten wir noch den Kumpel verloren. Frau, glaub bloß nie Männern unter 30. Die erzählen dir mit größtem Selbstbewusstsein Dinge, von denen sie überhaupt keine Ahnung haben .... damals wär ich besser gleich durch die Stadt geradelt.
Aber das war eine andere Geschichte. Ich werde weiter berichten.
Ob ich die Rückreise einfach mal offen lassen soll??
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Dienstag, 8. Mai 2007
der Versuch, ökologisch zu reisen
islandperrad2007, 00:41h
Also, nachdem das Thema Flugreisen im weiteren Bekanntenkreis gerade heiß diskutiert wird, habe ich mir überlegt, die Rückreise nur mit Schiff und Bahn zu bestreiten (oder vielleicht noch in einem Auto mitzufahren) - sofern es denn möglich ist.
Vorerst versuche ich herauszubekommen, ob und wie ich mit dem Fahrrad a. mit dem Nachtzug von Stansted bzw. London Euston nach Inverness und b. durch Londons U-Bahn-Netz komme. b. ist weniger wichtig, denn zur Not würde ich die 7-8 km durch London halt fahren; schlimmer als Paris, Wien, Budapest, Warschau, Rom, Prag, Dublin und Berlin kann es ja wohl nicht sein.*
Gestern habe ich deshalb an BritRail geschrieben:
----
Dear Sir or Madam, my request might be a complicated one, as I will take my bicycle with me. I would like to travel from Stansted Airport, where I arrive in the afternoon of 18/7, to Inverness. Sleeper would be fine. Are there any reductions, eg. a RailCard? I will go by ferry to Iceland (already booked) and come back from Iceland to Scotland on about August 20. Can I take my bicycle on the London underground? Thank you very much for your assistance. Yours faithfully,
Antwort:
Hi,
To get more info on traveling with a bike, please refer to www.natioanlrail.co.uk
Best Regards!
-- Na, dann wollen wir mal sehen ....
*Am schlimmsten war Prag 1994 als die Straßen noch Ost, aber die Outos schon West waren.
Vorerst versuche ich herauszubekommen, ob und wie ich mit dem Fahrrad a. mit dem Nachtzug von Stansted bzw. London Euston nach Inverness und b. durch Londons U-Bahn-Netz komme. b. ist weniger wichtig, denn zur Not würde ich die 7-8 km durch London halt fahren; schlimmer als Paris, Wien, Budapest, Warschau, Rom, Prag, Dublin und Berlin kann es ja wohl nicht sein.*
Gestern habe ich deshalb an BritRail geschrieben:
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Dear Sir or Madam, my request might be a complicated one, as I will take my bicycle with me. I would like to travel from Stansted Airport, where I arrive in the afternoon of 18/7, to Inverness. Sleeper would be fine. Are there any reductions, eg. a RailCard? I will go by ferry to Iceland (already booked) and come back from Iceland to Scotland on about August 20. Can I take my bicycle on the London underground? Thank you very much for your assistance. Yours faithfully,
Antwort:
Hi,
To get more info on traveling with a bike, please refer to www.natioanlrail.co.uk
Best Regards!
-- Na, dann wollen wir mal sehen ....
*Am schlimmsten war Prag 1994 als die Straßen noch Ost, aber die Outos schon West waren.
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Sonntag, 6. Mai 2007
Wie ökologisch ist meine Reise?
islandperrad2007, 00:23h
Als Mensch mit ökologischem Anspruch habe ich mir natürlich einige Gedanken zu der Klimabelastung, die durch meine Reise entsteht, gemacht. Prinzipiell lehne ich es ab, irgendwohin aus purem Vergnügen zu fliegen. Lieber 10 Stunden im Zug sitzen als 5 Std. mit dem Flugzeug unterwegs zu sein - und da rechne ich auch noch die nervigen Anfahrten und das Warten mit - Fliegen ist für mich Stress; dauernd muss man den Ort wechseln und dann die vielen Kontrollen, das Rad ummontieren, hinterher Reifen aufpumpen, alles wieder herrichten, immer die Angst, irgendetwas könnte unterwegs hängen bleiben oder beim Transport beschädigt werden ... Bislang habe ich mein Rad schon zweimal während einer Flugreise "verloren" (einmal als ich beruflich nach Kalifornien ging, einmal auf dem Rückflug nach Altenburg, wo es beim Ausladen vergessen wurde und zurück nach Stansted flog) - das passiert mir mit der Bahn nicht. Kurzum: die Bahn hat meine klare Priorität.
Das Problem ist allerdings, dass man es an einem Tag nicht schafft, mit dem Rad per Zug von Erfurt nach England zu kommen. Als ich noch in Münster wohnte, habe ich es mal in 12 Stunden über Enschede und Amsterdam nach Harwich geschafft. War ok, aber von Erfurt aus geht es einfach nicht.
Ich hätte auch per Zug nach Berlin reisen und von dort direkt nach Island fliegen können - es soll aber England/Schottland sein, 1. weil ich doch einmal von Inverness hoch nach Norden möchte, 2. spekuliere ich darauf, dass ich auf der Rückreise durch England noch Halbdienstliches erledigen kann und habe dann sogar einmal Hin- und Herfliegen gespart.
Gerne würde ich mit der Fähre von Aberdeen nach Rotterdam fahren, aber dann würde wieder die Zugfahrt mit dem Rad 1-2 Tage dauern. Das geht also leider nicht.
Ich habe mich bislang klar dagegen entschieden, irgendwie noch einen Kurzstreckenflug nach Inverness zu buchen und werde stattdessen in einer ca. 10 Stunden langen Bahnfahrt dorthin fahren - sofern ich mein Rad mitnehmen kann, sonst in zwei Etappen mit Übernachtung.
Natürlich könnte man auch sagen, das Ökologischste wäre es, gleich ganz zu Hause zu bleiben. Tja, dann würde ich langsam aber sicher verfetten und einrosten und irgendwann eine Menge Gesundheitskosten verursachen.
Island soll es sein, weil mich die Geothermie interessiert (eine faszinierende Art der Energiegewinnung) und ich außerdem schon als Schülerin mit Begeisterung die Edda (d.h. eine Übersetzung) gelesen habe. Außerdem: "Eine Frau muss tun, was eine Frau tun muss." Einmal im Leben muss es halt Island sein. In den nächsten beiden Sommern werde ich nur kurze Radtouren machen können, die nicht so viel Organisationsaufwand erfordern.
Vielleicht kann ich meine Umgebung vor, während und nach der Reise mit den Gedanken umweltfreundlicher Energiegewinnung begeistern.
Das Problem ist allerdings, dass man es an einem Tag nicht schafft, mit dem Rad per Zug von Erfurt nach England zu kommen. Als ich noch in Münster wohnte, habe ich es mal in 12 Stunden über Enschede und Amsterdam nach Harwich geschafft. War ok, aber von Erfurt aus geht es einfach nicht.
Ich hätte auch per Zug nach Berlin reisen und von dort direkt nach Island fliegen können - es soll aber England/Schottland sein, 1. weil ich doch einmal von Inverness hoch nach Norden möchte, 2. spekuliere ich darauf, dass ich auf der Rückreise durch England noch Halbdienstliches erledigen kann und habe dann sogar einmal Hin- und Herfliegen gespart.
Gerne würde ich mit der Fähre von Aberdeen nach Rotterdam fahren, aber dann würde wieder die Zugfahrt mit dem Rad 1-2 Tage dauern. Das geht also leider nicht.
Ich habe mich bislang klar dagegen entschieden, irgendwie noch einen Kurzstreckenflug nach Inverness zu buchen und werde stattdessen in einer ca. 10 Stunden langen Bahnfahrt dorthin fahren - sofern ich mein Rad mitnehmen kann, sonst in zwei Etappen mit Übernachtung.
Natürlich könnte man auch sagen, das Ökologischste wäre es, gleich ganz zu Hause zu bleiben. Tja, dann würde ich langsam aber sicher verfetten und einrosten und irgendwann eine Menge Gesundheitskosten verursachen.
Island soll es sein, weil mich die Geothermie interessiert (eine faszinierende Art der Energiegewinnung) und ich außerdem schon als Schülerin mit Begeisterung die Edda (d.h. eine Übersetzung) gelesen habe. Außerdem: "Eine Frau muss tun, was eine Frau tun muss." Einmal im Leben muss es halt Island sein. In den nächsten beiden Sommern werde ich nur kurze Radtouren machen können, die nicht so viel Organisationsaufwand erfordern.
Vielleicht kann ich meine Umgebung vor, während und nach der Reise mit den Gedanken umweltfreundlicher Energiegewinnung begeistern.
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